Im Rahmen von Ermittlungen der Kriminalpolizei besteht der Verdacht, dass einzelne Gläser des Produktes HiPP Gemüsegläschen „Karotte mit Kartoffel 190 Gramm“ mit Rattengift versetzt wurden.

Vom Landeskriminalamt Burgenland wurde im Bezirk Eisenstadt-Umgebung ein manipuliertes Gemüsegläschen mit der Babynahrung „Karotte mit Kartoffel 190 Gramm“ sichergestellt. Das manipulierte Gläschen wurden mit einem weißen Aufkleber und rotem Kreis gekennzeichnet. Laut Polizei wurde das sichergestellte Produkt positiv auf Rattengift getestet. Weitere Informationen und Warnung der Polizei – siehe Link.

Rattengifte enthalten unterschiedliche Wirkstoffe mit entsprechend unterschiedlichen gesundheitlichen Auswirkungen. Der am häufigsten verwendete Wirkstoff ist Bromadiolon, ein sogenannter Vitamin K Antagonist. Dieser hemmt die Wirkung von Vitamin K, das für die Blutgerinnung erforderlich ist. Infolge dessen kann es zu einer verminderten Gerinnungsfähigkeit des Blutes kommen. Mögliche Folge davon sind unter anderem Blutungen (Zahnfleischbluten, Nasenbluten, blauen Flecken, Blut im Stuhl).

Achtung die Symptome treten verzögert erst 2 – 5 Tage nach der Aufnahme ein.

Bei auftretenden Blutungen, extreme Schwäche oder Blässe unbedingt den Arzt/Ärztin aufsuchen und diese/n auch informieren, dass Ihr Kind die betroffene Babykost erhalten hat. Bei entsprechender ärztlicher Behandlung, insbesondere durch die Gabe von Vitamin K, ist die Vergiftung gut behandelbar.

Handlungsempfehlungen für Eltern und Betreuungspersonen

  • Überprüfen Sie die Gläschen vor dem Verzehr sorgfältig auf Aussehen (weißer Aufkleber mit rotem Kreis am Glasboden, beschädigter Deckel und fehlendes “Knack-Geräusch” beim Öffnen)
  • Überprüfen Sie den Inhalt auf Geruch (riecht es „ungewöhnlich“ oder verdorben)
  • Bei Auftreten von Blutungen, extremer Schwäche oder Blässe ist umgehend eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.
  • Informieren Sie medizinisches Personal unbedingt darüber, dass das betroffene Produkt verzehrt wurde.

Fragen & Antworten: Verdacht auf Vergiftung mit Rattengift bei HiPP-Babynahrung (Stand: 19.04.2026)

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